BFFS ruft alle 16 Bundesländer um Hilfe

19. März 2020

Der BFFS erwartet Unterstützung für Schauspieler*innen nicht nur von der Bundesregierung, sondern auch von denen der Länder.

Der BFFS schildert den zuständigen Ministerien aller Bundesländer in einem Schreiben die fatale Lage der kurz befristet beschäftigten Schauspieler*innen, denen ähnlich wie den solo-selbständigen Künstler*innen durch Absage aller Vorstellungen, Drehtage oder Synchrontermine von heute auf Morgen die Einkünfte weggebrochen sind. Sie haben keine finanziellen Rücklagen. Ihre Existenz ist akut bedroht.

Ihren Arbeitgebern – den Theatern, vor allem den Privattheatern wie z. B. den Tourneeunternehmen, den Filmproduktionen, den Synchronstudios – geht es nicht besser. Sie schauen in eine ungewisse Zukunft, haben laufende Kosten und zumeist kaum finanzielle Reserven. Unabhängig von der rechtlichen Betrachtung, ob und in welchen Fällen sie ihre Mitarbeiter*innen und Schauspieler*innen für ausgefallene Vorstellungen, Drehtage, Studiotermine etc. vergüten müssen, werden sie in sehr vielen Fällen faktisch dazu kaum in der Lage sein.

Für die betroffenen Schauspieler*innen wie auch für die Privattheater, die Tourneetheater, die Film- und Fernsehproduzent*innen und für die Synchronproduzent*innen bedarf es nun einer schnellen und effektiven Hilfe. Effektive Hilfe kann nur die Bundesregierung durch Bereitstellung erforderlicher Finanzmittel leisten, damit den betroffenen Schauspieler*innen der Bühnen, Film- und Synchronproduktionen in angemessenem Maße Entschädigungszahlungen und/oder Überbrückungsgelder gezahlt werden können.

Das BFFS-Schreiben im Wortlaut.