Faire, angemessene Arbeitsbedingungen und ökologische Nachhaltigkeit sind zwei Seiten einer Medaille

7. Januar 2023

Wer wie unser BFFS für unseren Berufsstand faire und angemessene Gagen, faire und angemessene Arbeitsbedingungen einfordert, gewinnt an Glaubwürdigkeit und Durchsetzungskraft, wenn er selbst bereit ist, Fairness und Angemessenheit walten zu lassen. Der BFFS denkt dabei an Solidarität mit unseren Teamkolleg*innen, aber eben nicht nur. Unser ganzes Arbeitsumfeld verdient Fairness und Angemessenheit. Für den BFFS heißt dies auch, unseren Beitrag zu leisten für einen angemessen, nachhaltigen und schonenden Umgang mit unseren Ressourcen.

Ein Anfang ist gemacht: Der BFFS hat bereits im Frühjahr 2021 die Film- und Fernsehbranche zum nachhaltigen Drehen ermuntert und sowohl im Mantel- als auch im Schauspieltarifvertrag quasi prophylaktisch versprochen, Anforderungen zum nachhaltigen grünen Produzieren als maßgebliche Grundlage für Dreharbeiten ausdrücklich anzuerkennen, wenn denn solche Anforderungen von Filmförderungen bzw. Auftraggeber*innen aufgestellt würden. Daraufhin sind Anfang 2021 entsprechende „Ökologische Mindeststandards für deutsche Kino-, TV- und Online- / VoD-Produktionen“ entstanden. Der BFFS begrüßt diesen Fortschritt und gehört zu den ersten Unterstützern dieser Initiative.

Natürlich ist der BFFS keine Umweltbewegung und natürlich sind unmittelbar unsere Arbeit- und Auftraggeber*innen dafür zuständig, die Ressourcenverschwendung in unserem Arbeitsumfeld auf ein Minimum zu reduzieren. Aber in dieser Zeit kann sich niemand aus der Verantwortung stehlen, auch wir Schauspieler*innen nicht. Auch wir müssen uns besinnen und etwa auf unverhältnismäßige Flug- oder Autoreisen verzichten. Der neue Vorstand möchte diesen Nachhaltigkeitsprozess auch weiterhin befördern. Denn gerade in unserem oft von eitlem Firlefanz belasteten Berufsalltag machen wir immer wieder die heilsame Erfahrung: Weniger ist mehr.